Artikel anhören:
|
Der „Moving International Road Safety Association e.V.“ setzt sich für eine steuerliche Begünstigung des Pkw-Führerscheins (Klasse B) ein.
Ziel ist es, die individuelle Mobilität zu fördern und insbesondere junge Menschen finanziell zu entlasten.

Weitere Informationen finden Interessierte im Web unter moving-roadsafety.com.
Finanzielle Hürden abbauen
„Der eigene Pkw bleibt für die individuelle Mobilität von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig steigen die Kosten für eine qualifizierte Führerscheinausbildung kontinuierlich“, erklärt Jörg-Michael Satz, Präsident von „Moving“.
Eine Lösung sieht der Verband in der steuerlichen Anerkennung der Führerscheinausbildung als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG. Damit könnten Steuerpflichtige 20 % der Kosten direkt von ihrer Einkommensteuer abziehen – bis zu 4.000 € pro Jahr.
Ein konkretes Beispiel
Eine Fahrschülerin mit einem zu versteuernden Einkommen von 18.000 € und einer Einkommensteuer von 1.150 € zahlt 4.000 € für den Führerschein.
Durch den Steuerabzug von 800 € würde sich ihre Steuerlast auf 350 € reduzieren. Falls keine Einkommensteuerpflicht besteht, könnte die Begünstigung über Zahlungen aus dem Familienkreis genutzt werden.
Mobilität als Grundvoraussetzung
Laut einer Allensbach-Studie aus 2023 halten 74 % der Bevölkerung das Auto für unverzichtbar.
Besonders in ländlichen Regionen steigt dieser Wert auf 84 %. Zudem ist der Führerschein in vielen Berufen essenziell, etwa für Berufskraftfahrer.
Auf dem Foto: Jörg-Michael Satz, Präsident Moving International Road Safety Association e.V.
Steigende Kosten belasten Fahrschüler
Die Kosten für den Führerscheinerwerb steigen kontinuierlich. 2025 liegt der Durchschnittspreis für die Klasse B bereits bei 3.228 € – rund 5 % mehr als im Vorjahr.
Hauptgründe sind der Mangel an Fahrlehrern, steigende Gehaltskosten sowie Investitionen in klimafreundliche Mobilität, etwa durch E-Fahrzeuge und digitale Lernmethoden.
Zukunftsfähige Mobilität sichern
Mit dem Vorschlag einer steuerlichen Förderung reagiert „Moving“ auf die wachsenden Mobilitätsbedürfnisse der Gesellschaft. „Eine Umsetzung hätte spürbar positive Effekte – sowohl für die individuelle Mobilität als auch für die Fahrschulbranche“, betont Jörg-Michael Satz.
„Moving“ setzt sich damit für eine moderne, nachhaltige und bezahlbare Fahrerlaubnisausbildung in Deutschland ein.
Sierks Media / © Fotos: Gabe Pierce, Unsplash (1), MOVING International Road Safety Association e.V. (1)